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Plattenspieler

Samstag, 22. August 2009
Der SL-1210 MK2 von Technics, der weltweit meistgenutzte Profi-Plattenspieler

Als Plattenspieler (engl. Turntable oder record player) bezeichnet man ein üblicherweise elektrisches Gerät zum Abspielen von (analogen) Schallplatten.

Vorläufer waren die meist mechanischen Geräte Grammophon und Phonograph. Anfangs nannte man den Plattenspieler deshalb auch “elektrisches Grammophon”, mit der Zeit wurde die Bezeichnung aber unüblich.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Telefunken V511 automatic Kofferschallplattenspieler mit Wechslerfunktion

Die Schallplatten hatten in den 1950er und 1960er Jahren ein Quasi-Monopol als Tonträger, das erst durch die Compact Cassette (CC) und später durch die Compact Disc (CD) aufgebrochen wurde. Der Marktanteil des analogen Plattenspielers ist seit den 1990er Jahren nur noch gering, aber nicht ganz verschwunden. So betrug die Zahl der verkauften Plattenspieler im Jahr 2005 ungefähr 100.000; im selben Jahr wurden etwa 170.000 nicht-tragbare CD-Spieler und 8,3 Millionen MP3-Abspielgeräte verkauft.[1]

Es gibt Musikliebhaber, die den Klang der Schallplatte höher einstufen als den der CD. Außerdem ist der Plattenspieler auch heute noch für viele Disc Jockeys ein unverzichtbares Werkzeug. Durch den Kontakt mit der Platte ist schnelles und intuitives Mixen möglich. Dadurch sind auch Türen zu weiteren Kunststücken offen, wie z. B. Backspinning (das schnelle Zurückziehen der Platte) und Scratching (Erzeugen von neuen Tönen durch rhythmisches Zurück- und Vordrehen der Platte).

DJs verwenden dazu in der Regel moderne Plattenspieler wie z. B. den Technics SL-1210MK2, aber auch diverse mehr oder weniger verbesserte Nachbauten sind erhältlich. Legendär wurde dieser direktgetriebene Plattenspieler durch einen patentierten quarzgesteuerten, innerhalb einer Viertelumdrehung auf Solldrehzahl beschleunigenden Direktantrieb. Auch mehr als 20 Jahre nach der Einführung der 1200/1210-Serie werden im DJ-Sektor sämtliche Plattenspieler an ihm gemessen: Technics bewarb den MK2 daher lapidar mit “Zu besichtigen in ihrer Lieblings-Diskothek”. Mit solchen Plattenspielern ist man in der Lage, die Drehgeschwindigkeit in einem gewissen Prozentbereich stufenlos zu verändern. Beim Technics 1200 bzw. 1210MK2 ist das ±8 %, wobei auch Umbauten existieren, die diesen Bereich auf bis zu ±30 % erweitern. Die später eingeführten Ausführungen à la M5G erweitern den Bereich auf ±16 % . Hier kann der Pitchbereich entsprechend umgeschaltet werden. Dieser Pitchregler ermöglicht es, Musikstücke mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten entsprechend anzugleichen, um einen Beat durchgängig beizubehalten. Durch Manipulation der Abspielgeschwindigkeit verändert sich allerdings zudem stets die Tonhöhe der abgespielten Musik. Darauf lässt sich die englische Bezeichnung Pitch zurückführen, die übersetzt Tonhöhe oder auch Tonlage bedeutet.

Telefunken HS 870 von 1980

Seit einiger Zeit gibt es auch wieder einen Vinylrecorder, mit dem man Platten aufnehmen kann, ohne sie zu pressen – hier werden die Platten geschnitten. Vorfahren dieses Gerätes waren die in den fünfziger Jahren herausgebrachten Heim-Folienschneidegeräte mit 78 min⁻¹., die sich jedoch aufgrund des hohen Nadelrauschens qualitativ nicht gegen die frühen Heim-Tonbandgeräte behaupten konnten.

Bekannte Hersteller, die gegenwärtig noch High-End-Plattenspieler herstellen, sind unter anderem Linn Products, Dual, Transrotor, Clearaudio, Thorens, Roksan, Pro-Ject und Rega.

Einen vollkommenen eigenen Weg geht die japanische Firma E.L.P. Corporation, die Laserplattenspieler entwickelt, bei der die Schallplatten berührungslos mittels Laserlicht ausgelesen werden. Der Nachteil dieser Konstruktion besteht neben dem hohen Preis in der extremen Empfindlichkeit des Nachführsystems, das in bestimmten Intervallen oder nach einem Standortwechsel neu kalibriert werden muss.

Technik

Beim Plattenspieler tastet eine Metall-, Saphir- oder Diamantnadel oder neuerdings auch ein Laser (Laserplattenspieler) die Rille der Schallplatte ab. Der mechanische Tonabnehmer wandelt die geringfügigen Schwingungen der Nadel in schwache elektrische Ströme um, die entzerrt und verstärkt werden müssen, um ein Tonsignal wiedergeben zu können. Beim Abtasten mittels Laser wird das gewonnene Signal ebenfalls auf ausschließlich analogem Weg verarbeitet.

Der Tonabnehmer hängt wiederum am Tonarm, der meistens mit einem Gegengewicht, bei einfachen Geräten mit einer Feder ausbalanciert wird. Dabei wird zwischen Radialtonarmen und Tangentialtonarmen unterschieden. Bei einem Tangentialtonarm bewegt sich der Tonkopf auf einer Schiene parallel zum Radius des Plattentellers.

In der Regel können Plattenspieler Schallplatten mit zwei Geschwindigkeiten abspielen: 331/3 min⁻¹ (Umdrehungen pro Minute), 45 min⁻¹. Seltener ist auch ein Abspielen von älteren Platten mit 78 min⁻¹ oder 162/3 min⁻¹ möglich.

Antriebsarten

Plattenspieler werden mit verschiedenen Antriebsarten, also der Art wie der Plattenteller in Drehung versetzt wird, hergestellt. Diese unterschiedlichen Antriebsarten sind zum Teil historisch bedingt, zum Teil aber auch entwickelt worden, um verschiedene technische Anforderungen zu erfüllen, z. B.

  • schnelles Hochlaufen des Plattentellers
  • geringe Übertragung von Motorvibrationen auf den Plattenteller
  • exakte Regelbarkeit der Plattentellerdrehzahl

Verbreitet sind oder waren der Direktantrieb, der Riemenantrieb und der Reibradantrieb.

Direktantrieb

Beim Direktantrieb ist die Achse des Plattentellers gleichzeitig die Achse des Antriebsmotors. Bei einigen Modellen, z. B. Technics 1210, ist der Plattenteller Teil des Motors. Hier wirken die Elektromagnete des Motors direkt auf den Plattenteller, bzw. der Plattenteller liegt auf dem Rotor des Motors auf. Die Änderung der Plattentellerdrehzahl wird direkt über die Drehzahländerung des Motors erreicht. Wird die Motordrehung über ein Zahnrad auf die Plattentellerachse übertragen, z. B. um einen Motor mit höherer Drehzahl einzusetzen, wird ebenfalls von Direktantrieb gesprochen.

Direkt angetriebene Plattenspieler sind vor allem im DJ-Bereich verbreitet. Direktangetriebene Plattenspieler können mit extrem kurzer Hochlaufzeit gebaut werden. Die verwendeten Motoren konnten bei einigen billigen Plattenspielern zur Übertragung eines Ruckelns führen, wenn der Läufer des Motors sich im Anker zur nächsten Position bewegt. Hochwertige direkangetriebene Rundfunklaufwerke hingegen hatten noch weniger Vibrationen als die besten heute verfügbaren Laufwerke mit Riemenantrieb. Ein Nachteil des Direktantriebes ist aber, dass die Konstruktion von Motor und Steuerung mit PLL-Regelung einen hohen Entwicklungsaufwand fordert, welcher bei den heute üblichen kleinen Stückzahlen nicht mehr wirtschaftlich ist.

Riemenantrieb

Beim Riemenantrieb wird die Drehung der Motorachse mit einem Gummiriemen oder -band auf den Plattenteller übertragen. Diese Bauart ist weit verbreitet, da der Riemenantrieb eine mechanische Entkopplung zwischen Motor und Plattenteller zulässt, und somit unerwünschte Vibrationen im Plattenteller minimiert werden können.

Die Drehzahlsteuerung erfolgt beim Riemenantrieb entweder über Steuerung der Motordrehzahl oder über die Verwendung unterschiedlicher Übersetzungen zwischen Motorachse und Plattenteller. Dieses wird mit unterschiedlich großen Laufscheiben auf der Motorachse erreicht. Der Antriebsriemen muss zum Wechseln der Geschwindigkeit von einer Scheibe auf die andere umgehängt werden. Bei Dual-Plattenspielern mit Vario-Pulley erfolgt das Umlegen des Riemens automatisch, durch die segmentierte Antriebswelle veränderbaren Durchmessers ist sogar eine Drehzahlfeineinstellung (Pitch) möglich.

Vorteil des Riemenantriebs ist, dass auch mit geringem Entwicklungsaufwand Plattenspieler mit guten Laufeigenschaften konstruiert werden können. Nachteilig sind höhere Gleichlaufschwankungen, Geschwindigkeitsdrift aufgrund von Temperatur- oder Luftfeuchtigkeitsschwankungen, Geschwindigkeitsschwankungen durch die Modulation der Tonrille (laute Stellen werden wegen der Bremswirkung der Rille mit niedrigerer Tonhöhe abgespielt als leise) sowie Vibrationen durch den Schlupf des Riemens.

Diese Nachteile können konstruktiv gemindert werden, Masselaufwerke mit schweren Plattentellern gehen durch die Massenträgheit gegen kurzfristige Drehzahlschwankungen vor. Einige Konstruktionen wie z.B. Philips Laufwerke der 1970er Jahre mit “direct control” oder die Dual Plattenspieler CS5000 und CS750 sowie deren Abkömmlinge haben eine Regelelektronik, welche die Drehzahl direkt am Plattentellererfassen. Die Dual-Modelle haben dazu 200 in den Subteller eingefräste Zähne, welche durch eine Lichtschranke erfasst werden. Das daraus generierte Signal wird mit einer quarzbasierten Referenz verglichen und Drehzahlabweichungen sofort ausgeregelt. So verbinden diese Laufwerke die hohe Drehzahlkonstanz der Quarzregelung wie bei besseren Direkttrieblern mit der hohen Rumpelfreiheit von Riementrieblern, welche vor allem den üblichen DJ-Laufwerken weit überlegen ist.

Reibradantrieb

Beim Reibradantrieb wird die Übertragung der Drehung durch ein Gummirad erreicht. Der Motor treibt das Reibrad an, das wiederum die Drehung auf die Innenseite des Plattentellers überträgt. Dadurch kann eine sehr gute Übertragung des Drehmoments auf den Plattenteller, und damit ein schnelles Hochdrehen des Tellers erreicht werden. Nachteilig ist jedoch die Gefahr, Vibrationen des Motors über die relativ starre Kopplung zwischen Motorachse und Plattenteller in den Teller einzukoppeln.

Die Drehzahlsteuerung erfolgt hier mittels unterschiedlicher Übersetzungen zwischen Motorachse (auch Stufenachse genannt) und dem Reibrad.

Reibradantrieb wird heute nur noch von wenigen Herstellern angeboten, und das nur bei Billiglaufwerken. In den 50er- und 60er Jahren gebaute Klassiker sind z. B. EMT 927 und 930, Garrard 301 und 401 sowie der Thorens TD-124. Letzterer arbeitet mit einer Kombination aus Reibrad- und Riemenantrieb. Der Motor treibt über einen kurzen Riemen das den Plattenteller treibende Reibrad an. So wird eine Entkoppelung des Motors vom Plattenteller erreicht. Nahezu alle Hersteller wie z. B. Braun, Perpetuum Ebner (PE), Elac, Bang & Olufsen, Lenco und vor allem Dual bedienten sich dieses Antriebskonzeptes in den 50er- und 60er Jahren.

Tonabnehmer und -arm

Tonabnehmer und Tonarm
Siehe Hauptartikel Tonabnehmer und Tonarm

Sonstiges

In den 1960er Jahren kamen mehrere tragbare Plattenspieler auf, z. B. von Loewe. Es handelte sich hierbei anfangs um handliche Geräte, die lediglich Platz für 7“-Singles boten, später meistens um baulich besonders große Radiorecorder, bei denen die Platte von vorn durch eine Klappe oder von oben durch einen Schlitz eingeschoben wurde. Möglich wurde dieses durch die Tangentialtechnik. Außerdem gab es noch Plattenspieler, die für den Einbau ins Auto gedacht waren.

Ziel dieser Geräte war, die eigene Plattensammlung unterwegs nutzen zu können, ohne die Vinylplatten auf Bänder überspielen zu müssen. Der hohe Preis (damals weit über 1000 DM) sowie das Gewicht verhinderten jedoch einen Markterfolg, dazu kam die Konkurrenz durch immer kleinere tragbare Cassettenspieler, wie den Walkman.

Weblinks zu zu

 Commons: Plattenspieler – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Mark-Werner Dreisörner: Für die Schallplatte gut aufgelegt. In: Die Rheinpfalz, 6. Dezember 2006
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Mr. X & Mr. Y

Samstag, 22. August 2009

Mr. X & Mr. Y ist das gemeinsame Musik-Projekt der beiden DJs WestBam und Afrika Islam und existiert seit 1996. Sie gehören dem Label Electric Kingdom an.

Stil

Mr. X & Mr. Y sind Afrika Islam (Mr. X) und WestBam (Mr. Y). Das Konzept lautet „Four Turntables And A Microphone“. Beide treten Hip-Hop-typisch als scratchende DJs auf, Afrika Islam zudem als MC. Typisch für Techno sind die elektronischen Klänge. Andere musikalische Einflüsse tauchen ebenfalls in ihren Produktionen auf.

Diskographie

Als erste Maxi-CD erschien „Free Me“. Das Stück mit einem Intro von Afrika Islam kombiniert mit Electro- und New-Wave-Elementen. 1998 treten sie das erste Mal gemeinsam auf der Mayday auf. 1999 erschien die Single „New World Order“. Das nächstes Release ist „Viva La Revolucion“. Die Botschaft transportiert das dazu gehörende Trick-Video, das unter anderem demonstrierende Massen zeigt. Es folgt das erste Album von Mr. X & Mr. Y. Dieses ist sehr vielseitig, da jeder Song durch die breite Auswahl an eingeflossenen Musikgenres einen ganz eigenen Charakter hat.

Eine andere Singleauskopplung ist „What’s Up at The Brotherfront“. Das Video zeigt die Abrechnung mit einem schmierigen Veranstalter.

2000 treten WestBam und Afrika Islam ein zweites Mal auf der Mayday auf und präsentieren das bis dahin unveröffentlichte Stück „Global Players (My Name Is Techno)“. Global Players wird eröffnet mit einer Rap-Einlage Afrika Islams, gefolgt von massiven Beats.

Das nächste Album „Live From Berlin“ ist ein im Studio abgemischtes Mixalbum, das hauptsächlich die schon oben erwähnten Stücke enthält.

2003 veröffentlichen sie als „Westbam + X“ den Track „Recognize“. Das Video dazu ist wieder ein Trickvideo, das leicht an Teile von „Yellow Submarine“ von den Beatles erinnert.

Im Sommer 2003 tönt vom Electric-Kingdom-Wagen auf der Love Parade ein neues Stück, das auf der nächsten Electric-Kingdom-Compilation zu hören ist: es ist der Titel zur Tour, „Dancing With The Rebels“. Zunächst erscheint das Stück noch unter dem Namen Mr. X & Mr. Y, doch danach nennen sie sich in „Westbam and Afrika Islam“ um.

Beide nutzen eine Anfrage vom Vorentscheid zum Eurovision Contest 2004, um eine Technolectroversion des Stückes einer sehr breiten Zuschauermenge vorzustellen. Platz Vier im deutschen Vorentscheid.

Laut Aussage von WestBam sind einzelne, noch nicht veröffentlichte Stücke bereits produziert, die in ein neues Album einfließen sollen.

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D-Styles

Freitag, 21. August 2009

D-Styles, eigentlich Dave Cuasito, (* 6. Juli 1972 auf den Philippinen) ist ein bekannter Hip-Hop-DJ.

Cuasito wuchs in Kalifornien auf. 1984 sammelte er seine ersten Scratch-Erfahrungen an der Stereoanlage seines Vaters. Von Run DMC, Buffalo Gals und Rockit inspiriert, legte er sich bald ein Mischpult und einen Plattenspieler zu. Mit 15 legte er an Schulparties auf. Sein Hobby hielt ihn davon ab, Mitglied einer Gang zu werden.

1987 begann D-Styles zusammen mit seiner Crew Sound City Productions an DJ-Battles teilzunehmen. Bei diesen Battles ging es darum, das Sound-System, die Licht-Show und die Musik anderer Gruppen zu übertreffen. D-Styles war damals der einzige, der an solchen Veranstaltungen gescratcht hat – allerdings mit dem Ergebnis, dass einige Leute den Raum verließen.

Nach der Auflösung des Teams, machte D-Styles allein weiter, mit der Teilnahme an einer DMC-Meisterschaft zum Ziel. Er legte an vielen Wettbewerben auf, gewann aber nie bei einer wichtigen Veranstaltung.

1993 traf Dave Cuasito auf DJ Rhettmatic der bekannten Crew Beat Junkies und durfte ihr beitreten – zusammen mit DJ Shortkut. Als er sich im selben Jahr auf einer Video-Aufnahme sah, hatte er den Eindruck, irgendwie wie eine Mischung der berühmten DJs zu klingen und keinen eigenen Stil zu haben. Also hörte er sofort auf, an Wettbewerben teilzunehmen und nahm sich Zeit, seine eigene musikalische Identität zu suchen. In dieser Zeit beschäftigte sich D-Styles vor allem mit eigenen Musik-Produktionen.

1996 wurde er von DJ QBert und Yogafrog angefragt, Mitglied der Formation Invisibl Skratch Piklz zu werden. D-Styles nahm an. Hier ging es nicht um Wettbewerbe, sondern um gemeinsame Auftritte. Die Skratch Piklz tourten weltweit durch Clubs und erlangten in der Hip-Hop-Szene hohes Ansehen. Im Jahr 2000 trennten sie sich. Aufgrund von unterschiedlichen Lebensräumen, so D-Styles.

2002 veröffentlichte er das Album Phantazmagorea, welches sich von der bisher vorherrschenden „Battle-Ästhetik“ der Scratch- oder DJ-Alben entfernte und die musikalische Seite der „Scratchmusik“ in den Vordergrund rückte.

D-Styles gründete mit den DJs Ricci Rucker, Mike Boogie und DJ Ace die Band Gunkhole. Sie behaupten, dass damit ein neues Zeitalter des Turntablism angebrochen sei.

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DJ Babu

Donnerstag, 20. August 2009

DJ Babu, bürgerlich Chris Oroc, ist ein DJ, der mit seiner Crew, den Beat Junkies (Mitglieder u.a. DJ Melo-D, DJ Rhettmatic, J-Rocc und DJ Shortkut), den Begriff Turntablism entscheidend geprägt hat. Babu ist ein Filipino-Amerikaner und lebt in Los Angeles.

Er ist neben Rakaa Iriscience und Evidence Mitglied der Formation Dilated Peoples. Seine Aktivität in beiden Gruppen brachte ihm den Spitznamen “Babu The Dilated Junkie” ein.

Er gewann 1997 erstmals in der Geschichte des Turntablism zugleich drei Titel in drei Kategorien des ITF DJ Battles: Den ITF Beatjuggling World Champion, den ITF Scratching World Champion und mit seiner Crew, den Beat Junkies, den ITF Team World Champion Titel. Das ITF DJ Battle gilt als eines der bedeutendsten international organisierten DJ-Battles.

Unter dem Namen Turntablist produzierte DJ Babu eine der meistgenutzten Scratchplatten überhaupt: Die Super Duck Breaks (erschienen 1996 auf Stones Throw Records) und den Nachfolger, die Super Duper Duck Breaks (2001 ebenfalls auf Stones Throw Records). Neue Veröffentlichungen umfassen u.a. die Reihe Duck Season Vol. 1 und Vol. 2 (beide erschienen auf Sequence Records), die von DJ Babu produziert, Gastauftritte verschiedener MCs enthält.

Inhaltsverzeichnis

Diskografie

Solo

  • 1996: Super Duck Breaks
  • 2000: Super Duper Duck Breaks
  • 2002: Duck Season Vol. 1
  • 2003: Duck Season Vol. 2
  • 2007: The Beat Tape Vol. 1
  • 2008: Duck Season Vol. 3

Mit den Beat Junkies

  • 1997: The World Famous Beat Junkies Vol. 1

Mit den Dilated Peoples

  • 2000: The Platform
  • 2001: Expansion Team
  • 2004: Neighborhood Watch
  • 2006: 20/20
  • 2007: The Release Party (DVD mit Bonus-CD)

Mit Defari als Likwit Junkies

  • 2005: The L.J.s

Mit Rakaa Iriscience als Expansion Team Soundsystem

  • 2005: World on Wheels

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Hiphop

Donnerstag, 20. August 2009
Wikipedia:Hauptseite
Dieser Artikel bezieht sich auf die Hip-Hop-Musik; zu der gleichnamigen Subkultur siehe Hip-Hop (Subkultur).

Hip-Hop-Musik [ɦip ̟ɦɑp] (Existenz von verschiedenen Schreibweisen) hat ihre Wurzeln in der schwarzen Funk- und Soul-Musik. Der Rap (Sprechgesang), der aus der jamaikanischen Tradition des Toasting entstand, das Samplen und das Scratchen sind weitere Merkmale dieser aus den schwarzen Ghettos der USA stammenden Musik. Der bedeutungsfreie Begriff Hip-Hop geht (je nach Quelle) entweder auf Lovebug Starski oder DJ Hollywood zurück, beides Pioniere der Form.

Hip-Hop bezeichnet nicht ausschließlich eine Musikrichtung, sondern auch die Jugendkultur Hip-Hop mit den Elementen Rap (MCing), DJing, B-Boying und Graffiti-Writing.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Siehe hierzu auch Ursprünge des Hip-Hop.

1970–1979

Generell sind die 1970er-Jahre im Hip-Hop das Jahrzehnt der Erfindungen. Kool DJ Herc beginnt 1973 als erster DJ, nur den Beat eines Funk-, Soul- oder Discostückes zu wiederholen, anstatt das ganze Stück zu spielen und zwei verschiedene Beats zu montieren (das sogenannte Beatjuggling). Auf seinen Block Partys tauchen auch die ersten B-Boys zum neuen Breakdance auf. Ab 1976 entwickelt Grandmaster Flash weitere wichtige DJ-Techniken wie das Cutting (das zum Beat parallele Einspielen von Tracks), das Backspinning (wo die Platte zur Wiederholung eines bestimmten Abschnitts schnell rückwärts gedreht wird) und das Phasing (bei dem durch die geringfügige Verringerung der Geschwindigkeit eines der beiden Plattenteller ein Phaseneffekt erzeugt wird). Der von Grandmaster Flash entdeckte Grandwizard Theodore schließt die Zeit der Erfindungen der elementaren DJ-Techniken kurz darauf mit der Erfindung der bekanntesten Technik, dem Scratchen ab.

Das Rappen lässt sich nicht ganz so klar nachweisen. 1970 erschien zwar das erste Album der Last Poets, deren politischer Rap von der Sprache von Malcolm X und dem Dichter Amiri Baraka beeinflusst war; sie gelten im allgemeinen als Väter des Rap. Das eigentliche „Rappen“ aber entwickelten unabhängig davon die sogenannten MCs, die „Masters of Ceremony“ (wörtlich „Zeremonienmeister“), die Ende der 60er-, Anfang der 70er-Jahre die DJs begleiteten, ihn und sich selbst vorstellten (das sogenannte „shouting out“), das Publikum zwischen den Stücken oder in den Übergängen zum Tanzen aufforderten, Witze machten, Besucher grüßten und so quasi als „Animateure“ die Menge zum Feiern anfeuerten. Das Vorbild dafür waren die Deejays der jamaikanischen Soundsystems.

Der Hip-Hop der frühesten Zeit ist weitgehend ohne Tondokumente, da es die Zeit der DJs war und Platten, auf denen Platten abgespielt wurden, in der Musikindustrie als chancenlos galten. Erst später entstanden nach der Konsolidierung des Hip-Hop als eigener Stil mit eigenen Techniken sogenannte Mixtapes. Die erste Hip-Hop-Schallplatte erschien so erst 1979, als die Discoband Fatback Band zusammen mit dem Rapper King Tim III die Single Personality Jock veröffentlichte. Eine Woche später erschien auch das berühmte Rapper’s Delight der Sugarhill Gang, das zur Überraschung aller Beteiligten ein Riesenerfolg war, und von dem weltweit über 8 Millionen Stück verkauft wurden. Der erste große Rapstar allerdings war Kurtis Blow, der bereits mit seiner ersten Single Christmas Rap weltweit erfolgreich war und es mit seinen folgenden Alben bis in die Mitte der 80er-Jahre blieb.

1980–1989

Nach Rapper’s Delight war klar, dass mit Hip-Hop Geld verdient werden konnte, und das Interesse der Musikindustrie wandte sich dem Rap zu (der Begriff „Hip-Hop“ war damals noch unüblich). Auch der erste „weiße“ Rap erschien: Rapture von Blondie, das ein Nr.-1-Hit wurde, enthielt eine lange Rap-Sequenz und öffnete dem Hip-Hop in der Musikindustrie endgültig die Türen.

Im Herbst 1981 kam die Single Der Kommissar vom Österreicher Falco auf den Markt und erregte großes Aufsehen in der Popszene. Mit der von ihm entwickelten Kunstsprache und seinem Sprechgesang wird er gelegentlich als „der erste weiße Rapper“ bezeichnet und erreichte in fast ganz Europa Platz 1, mit der englischen Fassung von After The Fire in den USA Platz 3.

Hip-Hop (an der Mauer)

Insbesondere aber das Label Sugarhill, das bereits Rapper’s Delight veröffentlicht hatte, zog schnell nach und nahm Grandmaster Flash unter Vertrag, der seit 1977 mit der Rap-Gruppe The Furious Five zusammenarbeitete. Auf dem Debüt-Album The Adventures Of The Wheels Of Steel (1980), zugleich das erste Hip-Hop-Album überhaupt, stand vor allem der DJ im Zentrum, zum ersten Mal konnte diese Kunstfertigkeit auch außerhalb der New Yorker Blockpartys gehört werden.

1982 und 1983 veröffentlichte die Gruppe die Singles The Message und White Lines (Don’t Do It) und eröffnete dem Hip-Hop inhaltlich eine neue Dimension: statt Party- und Nonsenstexten formulierten die Songs sozialkritische Inhalte und reflektierten erstmals das Leben im Ghetto. Kurz danach zerstritt sich die Gruppe, die Nachfolgeprojekte blieben unbedeutend.

Im selben Jahr wie The Message erschien auch die zweite Single eines weiteren DJ-Veteranen der Blockparty-Ära, Planet Rock von Afrika Bambaataa. Der internationale Hit paraphrasierte Kraftwerks „Trans Europa Express“ und war das erste mit Synthesizern produzierte Hip-Hop-Stück. Der Nachfolger Looking For The Perfect Beat legte technologisch noch nach und führte das Sampling ein. Hip-Hop und Rap orientierten sich in der Folge verstärkt an einer naturalistischen Soundästhetik, nicht zuletzt wegen der neuen Möglichkeiten, die das Sampling bot. Bambaataas schnelle Drumcomputer-Beats und maschinelle Synthesizer-Riffs und Arpeggios wirkten hingegen stilbildend für das Genre des Electro Funk, das sich allmählich vom Hip-Hop abspaltete und in den späten 1990er Jahren ein Revival im Technobereich erlebte.

1986 landeten zwei Bands aus demselben Stall mit Crossover-Stücken Top-Ten-Erfolge: die Beastie Boys mit Fight For Your Right (To Party) und Run-D.M.C. mit Walk This Way, einer Kollaboration mit Aerosmith. Neu daran war, dass zum ersten Mal Einflüsse der Rockmusik integriert wurden, eine Besonderheit der Beastie Boys war darüber hinaus, dass sie eine „all-white“-Band waren.

1988 erschien die vielleicht bedeutendste Hip-Hop-Platte, die je produziert wurde: It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back von Public Enemy. Die hochpolitischen Texte und die unglaublich harte Produktion begründeten ein neues Subgenre, den Conscious Rap und zogen einen drastischen Schlussstrich unter die bisherige Definition von Hip-Hop, die Old School wurde abgelöst von der New School.

„I got a letter from the government
The other day
I opened and read it
And said they were suckers
They wanted me for their army or whatever
Picture me given’ a damn – I said never
Here is a land that never gave a damn
About a brother like me and myself.“

„Ich bekam einen Brief von der Regierung
Vor ein paar Tagen
Ich öffnete und las ihn
Und sagte sie seien Idioten
Sie wollten mich in ihrer Armee oder so
Stellt euch mich vor, mir war das scheißegal – ich sagte niemals
Dies ist ein Land, dem ein
Bruder wie ich scheißegal war.“

(Public Enemy, „Black Steel in the Hour of Chaos“)

Zwei Jahre zuvor startete in Philadelphia ein junger MC namens Schoolly D seine Karriere. Obwohl sie insgesamt eher unspektakulär verläuft, verdient er sich mit seinen Rhymes den Ruf, der Urheber des Gangsta-Rap zu sein. Was Gangsta Rap genau ist, präzisieren 1988 seine berühmtesten Vertreter, N.W.A, die Niggas With Attitude aus Los Angeles. Die Rhymes auf ihrem Album Straight Outta Compton schilderten scheinbar teilnahmslos und ohne moralische Positionierung Kriminalität und Gewalt. Kritiker warfen ihnen vor, die Gewalt zu verherrlichen, anstatt konstruktiv dagegen anzugehen. Die Angegriffenen wehrten sich meist mit dem Argument, dass sie die Zustände in den Ghettos abbildeten, und wem diese nicht gefielen, der müsse die Zustände verändern.

1990–1999

Mit Beginn der 1990er-Jahre ersetzte der für dieses Musikgenre eher selten genutzte Begriff Hip-Hop zunehmend die bislang verwendete Bezeichnung Rap. Mit dem Auftreten von N.W.A und Public Enemy begann nicht nur das Zeitalter des Gangsta-Rap. Andere sogenannte West-Coast-Künstler wie Left-Eye, Dr. Dre, Snoop Doggy Dogg und 2Pac traten plötzlich hervor, und zum ersten Mal war New York (die „Eastcoast“) nicht mehr das Zentrum des Hip-Hop. Die stärksten Acts der beginnenden 1990er-Jahre an der Eastcoast waren entweder intellektuelle Formationen vor allem der Native Tongues Posse wie De La Soul, A Tribe Called Quest, Black Sheep, die Jungle Brothers oder auch die Fu-Schnickens oder politische Acts wie Public Enemy oder KRS-One. Die teils sehr experimentellen oder politisch dezidierten Töne fanden zwar starken Anklang bei der Kritik, von der Straße schien sie aber zunehmend weit weg. In den 1990er-Jahren setzten Künstler mit Alben wie Nas Illmatic, Mobb Deep mit The Infamous oder der Wu-Tang Clan mit Enter the Wu-Tang (36 Chambers) Meilensteine für die Rapmusik und prägten damit den Eastcoast Sound.

Der Gangsta-Rap der „Westcoast“ hatte jetzt die Führung übernommen und die nächsten Jahre sollten geprägt werden von der Fehde zwischen Ost- und Westküste (wobei die Zuordnung nicht immer streng geographisch war), die von dem kommerziellen Aufstieg, den Hip-Hop in den 1990ern erfuhr, noch gefördert wurde.

Mitte der 1990er-Jahre hatte sich die Auseinandersetzung in einer Art Stellvertreterkrieg auf 2Pac (Westcoast) und Notorious B.I.G. (Eastcoast) konzentriert. Als im September 1996 2Pac und ein halbes Jahr später Notorious B.I.G. erschossen wurden, brach der „Krieg“, von dem keiner mehr wusste, worum er sich eigentlich drehte, in sich zusammen. Im selben Jahr erklärten verschiedene Rapper von beiden Küsten bei einem gemeinsamen Treffen die Konfrontation für beendet.

Als herausragendes Album aus dieser Zeit ist die 1996 erschienene Doppel-CD All Eyez On Me (Tupac Shakur) zu erwähnen. Auf dem Album ist eine der meistverkauften Rap-Singles der Welt zu finden California Love (RMX) (Tupac Shakur feat. Dr. Dre).

Musikalisch gab es in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre bedeutende Neuerungen. Besonders die Beats wurden komplexer, worin man den Einfluss von Stilen wie Reggae und Dancehall (Raggamuffin Hiphop), aber auch des Oldschool-Hip-Hop und des Electro Funk der 80er-Jahre hören konnte. Zudem wuchs die Stilrichtung des Hip-Hop immer weiter mit der des Soul und des R&B zusammen, um 2000 erreichte der Einfluss auch die „normale“ Popmusik wieder. Bedeutende Alben kamen in dieser neuen Ästhetik von Wyclef Jean (The Carnival, 1997) und Lauryn Hill (The Miseducation of Lauryn Hill, 1998).

2000–Gegenwart

Zwar hatte offiziell keine der Küsten gesiegt, in den folgenden Jahren aber wurde über den Weg des Plattenmarktes deutlich, dass es weder der politische conscious rap noch die intellektuelle Schule der Native Tongues Posse aus dem Osten war, die sich durchgesetzt hatten. Der Hip-Hop-Markt der Gegenwart wird dominiert von den Gangstarappern der Westcoast, ihren Zöglingen und Nachfolgern. Seit der Jahrtausendwende jedoch ist die Dominanz der Westcoastrapper stark zurückgegangen und die Eastcoast beziehungsweise seit etwa zwei Jahren auch der Down South haben der Westküste den Rang abgelaufen.

In den letzten Jahren hat aber vor allem eine Szene auf sich aufmerksam gemacht, nämlich die in Detroit. Größtenteils ist dies ihrem berühmtesten Vertreter Eminem geschuldet, der über seinen Ruhm die Karrieren anderer Künstler wie D12, G Unit, Obie Trice, Stat. Quo oder 50 Cent wesentlich initiierte. Allerdings ist Eminem selbst eine Entdeckung Dr. Dres, der mit Aftermath Records inzwischen auch eine Filiale in New York betreibt.

Internationaler Hip-Hop

Seit Anfang der 1990er-Jahre hat sich Hip-Hop international verbreitet. Dabei haben sich typische Stile der einzelnen Länder herauskristallisiert, insgesamt aber bleiben die Interpreten aus den USA tonangebend. In Europa fiel Hip-Hop bereits in den 80er-Jahren in den französischen Banlieues von Paris und Marseille auf fruchtbaren Boden. Internationales Renommée erwarben sich Anfang und Mitte der 1990er-Jahre vor allem MC Solaar und IAM.

Auch in anderen Ländern existieren zwar Hip-Hop-Szenen (z. B. Arabischer Hip Hop, chinesischer, belgischer), meist sind sie aber musikalisch epigonal (nachahmend). Erwähnenswert ist noch der Britische Hip-Hop, der die eigene Spielart des Britcore hervorbrachte, sowie der brasilianische Hip-Hop, der ebenfalls einen eigenen Unterstil, den von der Bass Music beeinflussten Rio Funk, hervorbrachte. Auch in Afrika hat sich mittlerweile eine vielfältige Szene entwickelt, die oft amerikanischen Vorbildern nachstrebt, aber auch eigenständige Spielarten des Hip-Hop hervorbringt (siehe dazu: Afrikanischer Hip-Hop).

Filmische Rezeption

  • „Wild Style“, (Regie: Charlie Ahearn), USA, 1982. Der erste Film über Hip-Hop; semidokumentarisch.
  • „Beat Street“, (Regie: Stan Lathan), USA, 1984 (Weiteres bedeutendes Dokument der Frühzeit des Hip-Hops)
  • „Style Wars“, (Regie: Tony Silver, Produzent: Henry Chalfant), USA, 1983. Einzigartiger Dokumentarfilm über die Anfänge der Hip-Hop-Kultur
  • 8 Mile“, (Regie: Curtis Hanson), USA, 2002 (Ein Film über die Hip-Hop-Szene mit Eminem und Kim Basinger)
  • „Status Yo!“, (Regie: Till Hastreiter), Deutschland/Schweiz, 2004 (Deutscher Hip-Hop-Film mit Laiendarstellern)
  • „Street Style (Originaltitel: You got served)“, (Regie: Christopher B. Stokes), USA, 2004 (Film über die Street-Dancer-Kultur in Amerika)
  • „Get Rich Or Die Tryin’“, USA, 2005, (Ein Film über 50Cents Vergangenheit als Drogendealer)
  • Brown Sugar (Ein Film über Hip-Hop, ist aber auch eine romantische Komödie, berühmtestes Zitat „When did you first fall in love with hip hop?“)
  • Barber Shop 1&2 (Mit Eve, queen Latifah, Ice Cube etc.

Siehe auch

Literatur

Bücher
  • Gabriele Klein, Malte Friedrich, „Is this real? Die Kultur des HipHop.“, Frankfurt 2003, ISBN 3518123157
  • Dufresne, David, „Rap Revolution. Geschichte – Gruppen – Bewegung.“ Zürich / Mainz, 1997
  • Loh, Hannes, Murat Güngör: „Fear of a Kanak Planet. Hiphop zwischen Weltkultur und Nazi-Rap“, Höfen 2002
  • Krekow, Steiner, Taupitz: „Das Hip Hop Lexikon“, Berlin, 1999
  • Krekow, Steiner: „Bei uns geht einiges“, Berlin, 2000
  • Light, Alan (Hrsg.), „The VIBE History of Hip Hop.“, New York, 1999
  • George, Nelson „XXX. Drei Jahrzehnte HipHop“, Freiburg, 2002
  • Verlan, Sascha; Loh, Hannes, „20 Jahre HipHop in Deutschland“, Höfen, 2002
  • Rose, Tricia, „Black Noise. Rap Music and Black Culture in Contemporary America“ Hanover/New Hampshire, London, 1994
  • Toop, David, „Rap Attack. African Jive bis Global Hip Hop“, St. Andrä-Wördern, 2000
  • Kage, Jan, „American Rap. US-HipHop und Identität“ Neuauflage 2004
Zeitschriften
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Kategorie:Hip-Hop-Musiksubgenre

Dienstag, 18. August 2009
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Grandwizard Theodore

Dienstag, 18. August 2009

Grandwizard Theodore ist der Alias von Theodore Levingston aus der Bronx, New York (USA). DJ, einer der Pioniere des Hip Hop und Erfinder des Scratchings.

Theodore kam zur Rap-Musik durch seine beiden Brüder Claudio und Mean Gene, die unter dem Namen The L-Brothers schon Mitte der 1970er Jahre in New York auftraten. Seine Brüder machten ihn bekannt mit Grandmaster Flash, der eine große Vorbildfunktion für Theodore hatte.

Die Erfindung des Scratchings fand laut eigenen Angaben Levingstons eher durch einen Zufall statt. Er lebte noch zuhause bei seiner Mutter, die sich durch seine DJ-Tätigkeit häufig gestört fühlte und ihn immer zu Ruhe ermahnte, gerade wenn er die Nadel an den Beginn eines Songs auf die Platte gelegt hatte. Während seine Mutter nun mit ihm schimpfte, bewegte er die Platte immer wieder zurück zum Anfang:

I used to come home from school everyday and play records. This one particular day, my mother banged on the door yelling at me because the music was too loud. When she walked in, I still had my hand on the record that was playing and I kind of moved it back and forth. When she left, I was like ‘Yo! That sounded kind of cool. I better experiment with that.

Fasziniert von dem dabei entstehenden Geräusch experimentierte er weiter und verfeinerte diese Technik in den folgenden Jahren zunehmend, was ihn zu einem der gefragsten New Yorker DJs seiner Zeit machte.

Auf Blockparties trat er häufig mit Unterstützung von MCs unter dem Namen Grand Wizard Theodore and the Fantastic 5 MCs auf.

Zu hören ist Theodore unter anderem auf der Single Can I Get A Soulclap (1980, Tuff City Rec.) und im Hip Hop Kultfilm Wild Style, in dem er auch eine kleine Rolle spielt.

1998 nahm man ihn in die Technics DJ Hall of Fame auf und sowohl die International Turntablists Federation (ITF) als auch Back To Mecca zeichneten ihn für sein Lebenswerk aus.

In Deutschland ist im Jahre 2003 eine Doku-DVD erschienen mit dem Titel Scratch, in der ihm ebenfalls ein Bericht gewidmet ist.

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DJ

Dienstag, 18. August 2009
Wikipedia:Hauptseite
Dieser Artikel befasst sich mit Disk-Jockeys; zu weiteren gleichnamigen Bedeutungen siehe DJ (Begriffsklärung).
DJ Spooky beim Sundance Film Festival 2003

Als DJ ([ˈdiːdʒeɪ], engl. disc jockey) wird jemand bezeichnet, der Musik in einer individuellen Auswahl vor Publikum abspielt. Im deutschen Sprachraum werden weibliche DJs oft auch DJane oder seltener She-DJ genannt.

Trotz gleicher Aussprache und Etymologie unterscheidet sich DJ vom jamaikanischen Deejay. Etymologisch verwandt ist der Begriff „DJ“ darüber hinaus mit Light Jockey (LJ), Visual Jockey (VJ) und Video Jockey (VJ), die die eng mit einer DJ-Performance verbundenen Tätigkeiten visueller Unterstützung bezeichnen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Discjockey (DJ), auch Disk Jockey, (englisch disc: Scheibe, umgangssprachlich: Schallplatte; jockey: Jockey, Handlanger), ursprünglich Bezeichnung für eine Person, die im Radio oder in Diskotheken Tonträger präsentiert.

Bereits an Weihnachten 1906 kam bei der ersten Radioübertragung an der amerikanischen Ostküste eine Schellackplatte zum Einsatz. Als erster Vollzeit-DJ gilt Elman B. Meyers in New York (1911), als erster Star-DJ ebendort Martin Block (um 1935). Radio-Discjockeys wie Alan Freed verhalfen um 1951 dem Rock ’n’ Roll zum Durchbruch. Nach der Erfindung der Langspielplatte (LP) 1948 wurde aus Tonträgern ein kreatives Medium (John Cage: 33 1/3, 1969) und aus DJs ein Mythos der Popkultur (George Lucas: American Graffiti, 1973). Mit dem Discotrend der siebziger, dem Rap/Hip-Hop der achtziger und Techno der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts emanzipierten sich DJs als Klangkünstler (DJ-Culture) und Produzenten. Scratching, Sampling, Remixe und Computertechnik machten Tonträger zur beliebig veränderbaren Rohmasse für Metamusik. Und DJs wurden zu Stars (Sven Väth, Paul van Dyk), Experimentatoren (Tricky, Coldcut) oder gar Philosophen (DJ Spooky). Für die Musikindustrie sind die Discjockeys bei Radiostationen nach wie vor von großer Bedeutung, weil durch deren Programmgestaltung die Verkaufszahlen von einzelnen Musiktiteln bzw. Künstlern beeinflusst werden.

DJs in Diskotheken

Als erste Diskothek der Welt mit moderierendem Disc-Jockey gilt der Scotch-Club in Aachen. Dort fing Klaus Quirini (1959) damit an, Schallplatten zum Tanzen aufzulegen und zu moderieren.[1] Der Begriff Diskothek setzte sich aus der Bevölkerung kommend erst 1963 im deutschsprachigen Raum (lt. Dudenauskunft) durch. Anfänglich wurden sie bekämpft, da die Live-Musiker, die davor die Beschallung in Tanzlokalen übernommen hatten, um ihre Einkünfte fürchteten. Waren die Tonträger früher oft Eigentum der Diskothek, so sind diese heute meistens im Besitz des einzelnen DJs. Erst 1974 wurde die Diskothek in den USA von den dortigen Unions zugelassen.

Verbesserung

Definiert man eine Diskothek als einen Raum, in dem sich Menschen für Geld und zu Tanz-Zwecken von einem schallplattenauflegenden DJ mit aufgenommener Musik unterhalten lassen, so gab es die erste Diskothek im nordenglischen Leeds, und zwar bereits 1943. Hauptinitiator und DJ für den Abend war Jimmy Savile. (Quelle: das Buch „Last night a DJ saved my Life“ von Bill Brewster und Frank Broughton erste Version 1999, zweite Version 2006 von HEADLINE BOOK PUBLISHING herausgegeben; Seite 52 ff)

DJs in der DDR

In der DDR wurden DJs zur Vermeidung des englischen Begriffes Diskjockey gesetzlich als Schallplattenunterhalter oder kurz als SPU bezeichnet. Es gab auf Grundlage der Anordnung über Diskothekveranstaltungen vom 15. August 1973 (Gbl. der DDR Teil I Nr. 38 vom 27. August 1973) frei- oder nebenberuflich tätige Schallplattenunterhalter. Jeder zukünftige SPU musste dazu einen Eignungstest bestehen und einen einjährigen speziellen Grundlehrgang mit anschließender staatlicher Prüfung bei dem dafür zuständigen Kreis- bzw. Stadtkabinett für Kulturarbeit durchlaufen. Anschließend wurde eine Spielerlaubnis erteilt. Nur der „staatlich geprüfte Schallplattenunterhalter“ durfte Tonträger vor einem größeren Publikum spielen und musste regelmäßig an Weiterbildungsveranstaltungen, sogenannten Monatskonsultationen, teilnehmen. Alle zwei Jahre erfolgte eine Neueinstufung durch die Einstufungskommission. Eine weitere Besonderheit in der DDR bestand in zahlreichen Vorschriften und Empfehlungen, zu deren Einhaltung der SPU verpflichtet war. Die wohl bekannteste Regelung der „Anstalt zur Wahrung der Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte auf dem Gebiet der Musik“ (AWA) war die 60/40 – Regelung, die SPU dazu verpflichtete 60 Prozent der Programmfolge mit Musikproduktionen aus der DDR und dem sozialistischen Ausland zu gestalten. Zeitweilig waren SPU verpflichtet vor jedem Auftritt Titellisten an die AWA einzureichen. Obwohl die SPU mit Kontrollen und Lizenzentzug rechnen mussten, sah die Praxis in den meisten Diskotheken anders aus. Ende der 1970er Jahre wurden in der DDR 6000 Schallplattenunterhalter gezählt. In den 1980er Jahren wurden die Begriffe „Diskotheker“ und „Disko-Moderator“ geprägt.

Die Revolution der 1970er-Jahre

In den 1970er Jahren, mit Aufkommen der Disco-Musik in den USA, veränderten sich bald die Techniken der DJs. Statt der Ansagen wurden rhythmische Elemente bestimmend, es entstanden die ersten Club-Mixe, die verlängerte Versionen der Songs waren. Die DJs begannen, die Beats der verschiedenen Songs mit derselben Geschwindigkeit, also kaum merklich, ineinanderzumixen, was in der Szene der Elektronischen Tanzmusik bis heute gängig ist.

Auch die Kultur des Hip-Hop hatte einen großen Einfluss auf diesen Wandel. Die Plattenspieler verwandelten sich vom bloßen Abspielgerät zum Musikinstrument, der Backspin und das Scratching entwickelten sich zu neuen Möglichkeiten in der DJ-Technik, die maßgeblich die neuen Musikrichtungen beeinflussten. Der Backspin bot z.B. die Möglichkeit, eine einzige rhythmische Passage unendlich oft zu wiederholen, so dass Plattenspieler als günstige Alternative zu Samplern eingesetzt werden konnten.

Tätigkeitsfelder

Aufgaben

Die Aufgaben eines DJ sind vielfältig und unterscheiden sich je nach Musikgenre und Arbeitsstelle erheblich. Es gibt einerseits den klassischen Pop-DJ, wie man ihn aus Radio und Discos kennt. Er verdient oft seinen Lebensunterhalt mit dieser Tätigkeit und spielt Musik, je nach Geschmack des Publikums, aus einem breiten Spektrum von Genres und kennt im Idealfall die Charts der letzten Jahre.

Pop-DJ

Die Hauptaufgabe des Pop-DJ ist es, dem Publikum angenehme Musik zu bieten und es gut zu unterhalten. Daher legt er großen Wert darauf, eine ausgewogene Mischung beliebter Musik zu spielen und zu jeder Platte eine möglichst passende Folgeplatte zu finden, die sein Programm interessant hält. Technisch gesehen beschränkt sich seine Arbeit darauf, rechtzeitig die nächste Platte parat zu haben und einen fließenden Übergang zu dieser zu gestalten. Doch wichtiger als das technische Können ist bei diesem DJ-Typ die Fähigkeit, den Geschmack des Publikums zu treffen bzw. die Stimmung des Publikums zu beeinflussen.

DJ-Team

Ein DJ-Team besteht meist aus zwei Personen, welche sich oft speziell dafür einen bestimmten Team-Namen geben, während sie als „Solokünstler“ ihre individuellen Namen trotzdem behalten. Der Vorteil (für Veranstalter, Publikum & DJ) hierbei ist, dass sich beide gegenseitig antreiben, da ein gewisser Konkurrenzkampf besteht. Weiterhin kann ein breiteres Spektrum an Musikstilen gespielt werden, weil jeder seinen eigenen individuellen Geschmack besitzt. Die Art der Performance entwickelt sich nach gewisser Zeit. Einige mögen es lieber in Blöcken zu spielen. Dabei wechseln sich die DJs nach 3-5 Titeln ab. Bei einem perfekten Zusammenspiel jedoch bedienen beide gleichzeitig die Regler.

DJs spezieller Musikrichtungen

Einen anderen Typ DJ findet man auf Techno-, House-, Nu Metal-, Goa- oder Jungle-Partys: Er ist Spezialist für einen bestimmten Musikstil.

Er sollte alle wichtigen Produzenten „seiner“ Musikrichtung kennen und wissen, unter welchen Pseudonymen sie für welches Label welche Stücke veröffentlicht haben. Viele dieser DJs hören sich wöchentlich Neuerscheinungen im Plattenladen an und kaufen sie dort oder im Versandhandel. Bekannte DJs werden auch von den Produzenten direkt mit einem sog. Dubplate versorgt.

Dieser DJ zielt darauf ab, die hypnotische Wirkung seiner Musik durch seine Auflegetechnik zu maximieren. Er bemüht sich, alle Platten in derselben Geschwindigkeit abzuspielen. Er nimmt sich viel Zeit, um mit Hilfe des sog. Crossfader und vor allem auch der sog. Equalizer seines Mischers zu verschleiern, welche Teile der zu hörenden Musik von welcher Platte stammen. Goa-DJs traten in den frühen Zeiten sogar einfach mit zwei DAT-Geräten auf, die jeweils vierstündige am Computer vorbereitete Mixe abspielten. Heute jedoch mixen DJs im Bereich der elektronischen Musik hauptsächlich mit Plattenspielern. Diese sind üblicherweise mit einem Direktantrieb ausgestattet, da ein Riemenantrieb durch das Ausleiern der beanspruchten Riemen und durch die hohen Gleichlaufschwankungen das Angleichen der Tracks erschwert. Als Referenz werden immer noch die seit den 70er-Jahren produzierten Plattenspieler von Technics angesehen, die wegen ihrer Haltbarkeit und der hohen Qualität bei DJs sehr beliebt sind. Mittlerweile werden jedoch immer häufiger MP3-CD- und SD-fähige CD-Player verwendet. Bei Hip-Hop-DJs ist es üblich, die Plattenspieler vertikal aufzustellen, damit der Tonarm beim Scratchen nicht stört. Dieses wird üblicherweise als Battle-Mode bezeichnet.

DJs des Turntablism und Hip-Hop

Wieder ein völlig anderer Typus von DJ ist vor allem im Umfeld des Hip-Hop und besonders des sog. Turntablism zu finden – die Grenzen sind fließend. Hier wird das Auflegen vor allem als kreatives Ausdrucksmittel angesehen und viel Wert auf technische Beherrschung des Instruments Plattenspieler gelegt. Besonders Beatjuggling und Scratching stehen hoch im Kurs. Die DJ-Tätigkeit ist ein zentraler Bestandteil der Hip-Hop-Kultur und gilt als eines der vier Elemente des Hip-Hops (DJing, MCing, B-Boying und Writing).

Ein wichtiger Faktor der Motivation der DJs in diesem Bereich ist der Wettbewerb (Competition). Auf so genannten DJ-Battles treffen sich DJs, um unter den Augen einer Jury ihr Können zu beweisen. Eine rege Szene beschäftigt sich damit, selbst aufgenommene Mixes, Cuts und Scratches als MP3s über das Netz auszutauschen und sich untereinander zu messen.

DJs, die sämtliche Techniken miteinander kombinieren

Darüber hinaus gibt es auch DJs, die nicht exakt einer der oben genannten Gattungen angehören, da sie sämtliche Techniken und Musikrichtungen miteinander kombinieren. Solch ein DJ kombiniert unterschiedlichste Musikrichtungen wie Schlager, Schranz und Folktrance in einem einzigen Set zusammen, wenige Stücke später ist die Arbeit mit einem Pop-DJ identisch, dann wird zu einem Hip-Hop-Block gewechselt, usw. Man nennt diese Art DJ auch Allrounder.

DJs im Rundfunk

Die Entwicklung der DJ-Kultur nahm ihren Anfang mit dem Aufkommen von Musiksendungen im Rundfunk. Als einer der ersten gilt der Brite Christopher Stone, der 1927 bei der BBC eine Unterhaltungssendung mit Schallplatten startete. Einer der bedeutendsten Pioniere war der Amerikaner Alan Freed, der als erfolgreichster DJ der Rock-’n’-Roll-Ära gilt und den Begriff selbst entscheidend mitgeprägt hat.

Deutschlands erste Hörfunk-DJs waren z. B. Rudi Rauher, der bei der damaligen WERAG (Westdeutsche Rundfunk AG), später Reichssender Köln, dem Vorläufer des heutigen WDR, ein flottes Vormittagsprogramm mit Schallplatten fuhr, die er selbst hinterm Mikrofon auflegte. Nach dem 2. Weltkrieg waren es Günter Discher und der Engländer Chris Howland: Dieser legte einmal die Woche im Radio auf und ist auch heute noch mit seinem Spitznamen, Mr. Pumpernickel, bekannt. In den 1950er Jahren erklang seine Erkennungsmelodie „Melody Fair“ von Robert Farnon aus dem UKW-Studio des WDR. Millionen Menschen saßen vor dem Radio und lauschten dieser beliebten Sendung, in der locker geplaudert wurde und hemdsärmelig das gewisse Etwas auf den Hörer übersprang. Chris Howland galt wegen seiner natürlichen Art als Vorreiter. Hunderte Funk-Disc-Jockeys folgten ihm im Laufe der Jahre.

Die damals „Großen“ mit Rundfunk- und teilweise auch Fernsehkarriere waren Camillo Felgen, Chris Howland, Mal Sondock, Dieter Thomas Heck, Manfred Sexauer, und in den folgenden Jahren Frank Laufenberg. Der wohl weltweit bekannteste und einflussreichste Radio-DJ war der Brite John Peel.

Als “richtiger” Discjockey beim Hörfunk galt eigentlich nur, wer seine Platten im Studio selbst auflegte. Dazu hatten z. B. die ARD-Anstalten spezielle Discjockey-Studios eingerichtet, in denen dem DJ ein Pult mit mindestens 2 Plattenspielern zur Verfügung stand und der Tontechniker lediglich unterstützende Arbeit leistete, bis in den 1980er Jahren die autarken „Selbstfahrerstudios“ (zuerst bei den privaten und kleineren Sendern und später auch beim ÖR-Hörfunk) aufkamen. In denen mischt der Radio-DJ die Musik ohne Techniker in das laufende Programm. Ebenso „fährt“ er dazu die Jingles, Drop-Ins, Pre- und Backseller. Bei einigen DJs im Rundfunk, die heute als Moderatoren bezeichnet werden, beschränkt sich die Tätigkeit lediglich auf das Ansagen, während ein Techniker das Einspielen der Musik erledigt.

Technik und Techniken

Technik

Der SL-1210 MK2 von Technics, der weltweit meistgenutzte Profi-Plattenspieler
Das Mischpult RM4200D von DHD-Audio, wie es im Broadcast-Sektor zum Einsatz kommt

Die wichtigsten Werkzeuge des DJ sind seine Plattenspieler oder auch CD-Player und sein Mischpult. Wie alle Plattenspieler für den DJ-Bereich sind sie pitchbar (d. h. die Geschwindigkeit ist stufenlos verstellbar), bei Technics in einem Bereich von -8 bis +8%. Durch Veränderung der Geschwindigkeit wird auch zwangsläufig die Tonhöhe des Musikstücks verändert. Durch den kräftig motorisierten Direktantrieb sind die Geräte in der Lage, eine abgebremste Platte in kurzer Zeit wieder auf die eingestellte Geschwindigkeit zu beschleunigen. Diese Eigenschaften sind für einen professionellen DJ unentbehrlich.

„Moderne“ Medien wie CD, MiniDisk oder der PC werden immer mehr von DJs eingesetzt. Dazu gibt es Computerprogramme, die sich über Adapter und andere Systeme auch mit Plattenspielern benutzen lassen. Traktor Scratch, Virtual DJ, Final Scratch oder Rane Serato Scratch sind wichtige Vertreter. Die Hersteller von DJ-Bedarf forschen auch verstärkt an CD-Spielern, die immer mehr die Eigenschaften von Plattenspielern teilen. So gibt es inzwischen scratchfähige CD-Spieler wie den Vestax CDX-05, der z. B. einen Vinyl-Filter enthält, mit dem CDs wie alte Platten klingen sollen. Aber auch der Wandel hin zur MP3 wird für die DJs weiter entwickelt. So erscheinen reine MP3-Player wie der Cortex HDTT-5000 & der Denon Dn-S 3500, die ohne mechanische Verschleißteile wie einem Laufwerk auskommen, was niedrige oder keine Wartungs- und Reparaturkosten für den DJ bedeutet. Diese Art der MP3-Player sind so umfangreich, zusätzlich mit Sampler, Effekt-Prozessor und weiteren Funktionen ausgestattet, dass sie schon viele Aufgaben eines Mischpultes übernehmen.

An den Mischer werden von DJs besondere Anforderungen gestellt, die allerdings je nach Mixstil (und damit meistens auch musikabhängig) deutlich variieren. Eine Vorhörmöglichkeit ist unabdingbar. Allgemein erwünscht sind auch leichtgängige Fader und wegen der hohen Abhörlautstärke Rausch- und Störarmut. Bekannte Mixer ist die DJM-Serie von Pioneer, x:one von Allen&Heath und bei den Hip-Hop-Mixern die PMC-Serie von Vestax, HAK von Ecler oder die TTM-Serie von RANE.

Im Techno und House wird Wert auf einen sauber klingenden und mächtigen Equalizer gelegt, so dass beispielsweise eine Bassdrum komplett ausgeblendet werden kann. Der Standard ist hierbei der 3-Band-Equalizer (Bässe-Mitten-Höhen). Der Hersteller Allen&Heath hat hierbei mit dem X:one 62 den ersten DJ-Mixer auf den Markt gebracht, welcher auch ein 4-Band-Equalizer (Bässe-Tiefe Mitten-Hohe Mitten-Höhen) hat, die Normalerweise nur im Profisegment verbaut werden. In diesem Bereich sind Mixer mit recht vielen Features – wie beispielsweise einem Beatcounter bzw. eingebauten Effektgeräten – gefragt. Zudem wird vereinzelt der Rotary Mixer verwendet. Es sind von Grund auf sehr einfache Mischpulte, die sich allerdings von der Soundqualität deutlich von der Konkurrenz abheben. Sie sind zudem auch von der Ausstattung auf dem Niveau der 70er und 80er Jahre, der entscheidende Unterschied besteht darin, dass Rotary Mixer nicht wie im Allgemeinen Fader (Schiebregler) haben, sondern meist große Drehregler (daher auch Rotary = rotierend). Man hat dadurch ein längeren Weg und somit auch mehr Spiel für einen weichen Übergang.

Einfacher Mixer mit dem wichtigen Crossfader (quergelegte Regler ganz unten)

Beim Hip-Hop ist dagegen wichtig, dass der Mixer robust ist und möglichst wenig Verschleiß zeigt. Die Hip-Hop-Mixer werden im Allgemeinen als Battle-Mixer bezeichnet, da das Scratchen, Juggeln usw. aus dem Turntablism kommt, wobei zwei DJs im Battle genannten Duell gegeneinander scratchen. Bis vor wenigen Jahren hat man den Equalizer vernachlässigt, womit fast alle älteren Battle-Mixer nur ein 2-Band-Equalizer (Bässe-Höhen) besitzen. Der Trend bei den neueren Battle-Mixer geht seit ca. 2–3 Jahren dahin, dass der Equalizer nicht mehr mit Drehpotis, sondern mit Schiebepotis ausgestattet ist. In der oberen Preisklasse gibt es vor allem bei den Crossfader immer neuere Entwicklungen, da es das meistgenutzte Instrument am Battle-Mixer ist. Es gibt hier einmal die mechanischen und die digital-elektronischen Fader. Die mechanischen Fader sind im Normalfall, nach intensivem Gebrauch nach einigen Monaten verschlissen, wobei es hierbei sehr große Unterschiede von Hersteller zu Hersteller gibt. Die elektro-digitalen Fader sind im Normalfall erst in der Klasse ab 500 € zu finden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie meist einen geringeren Widerstand besitzen und durch den beinahe verschleißfreien Betrieb eine deutlich längere Haltbarkeit haben. Hierbei sind die Technologien von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich, viele Hersteller geben meist eine extra Garantie auf ihre Crossfader, der Hersteller Ecler gibt beispielsweise auf seine Eternal Fader fünf Jahre Garantie oder 20 Millionen Zyklen.

Techniken

  • Backspinning – das Zurückziehen oder -drehen einer Platte
  • Beatjuggling – die Benutzung einer Platte als Rhythmuseinheit
  • Beatmatching – das Synchronisieren zweier Platten (ist mit entsprechendem Equipment automatisierbar)
  • Scratching – die Benutzung einer Platte als Solo-Instrument

Literatur

  • Boris Alexander Pipiorke-Arndt, Digital DJ-ing (DJing): Tipps, Tricks & Skillz für Discjockeys. quickstart Verlag ISBN 3-940-9630-54
  • Ralf Niemczyk, Torsten Schmidt: Das DJ Handbuch. Zweite Auflage, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2000 (= KiWi 573), ISBN 3-462-02909-6
  • Laurent Garnier, David Brun-Lambert: Elektroschock. Hannibal, 2005, ISBN 3-854-4525-27
  • Ulf Poschardt: DJ Culture. Diskjockeys und Popkultur. Überarbeitete und erweiterte Neuausgabe. Rowohlt Taschenbuch, Reinbek bei Hamburg 1997, ISBN 3-499-60227-X
  • Bill Brewster, Frank Broughton: Last Night a DJ Saved My Life. The History of the Disc Jockey. Grove Press, 2000, ISBN 0-802-13688-5
  • Bill Brewster, Frank Broughton: How to DJ Right. The Art and Science of Playing Records. Grove Press, 2003, ISBN 0-802-13995-7
  • Stephen Webber: Turntable Technique. The Art of the DJ. Hal Leonard, 2000, ISBN 0-634-01434-X

Weblinks zu zu

  •  Commons: DJ – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  •  Wiktionary: DJ – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik

Einzelnachweise

  1. Quelle: Haus der Geschichte, Bonn – Deutsche Bibliothek, Leipzig.
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